Unsere Schiedsrichter


 

 

 

 

Beinhofer Jonas

 

 

 

 

 

 

 

 

Hornung Jürgen

 

Nach meiner Fußballlaufbahn wollte ich weiterhin am Ball bleiben und habe den Schiedsrichterschein gemacht. Jetzt bin ich seit über 10 Jahren Schiedsrichter und es macht mir immer noch Spaß


Ich will Schiedsrichter werden und hätte dazu ein paar fragen. Du kannst mich unter 01752974725 anrufen oder schicke mir per Mail an Juergen.hornung@chefsculinar.de deine Fragen.

 


 

Im Jahr 1874 wurde erstmals von der Football Association "FA" in England der Schiedsrichter eingeführt. Aufgabe des Schiedsrichters ist es das Spiel unparteiisch zu leiten. Beim Bayerischen Fußball Verband gibt es ab der Berzirksliga auch noch die beiden Schiedsrichterassistenten, früher "Linienrichter". Das gesamte Schiedsrichterwesen ist heute bei der Organisation und Durchführung des Spielbetriebs unabdingbar. Alle Fäden des Spielbetriebs laufen auf Kreisebene bei den jeweiligen Schiedsrichter Obmännern zusammen. Durch die Einteilung der "Männer in Schwarz" wird ein geregelter Spielbetrieb überhaupt erst möglich. Auch wenn die Schiedsrichter oft durch Ihre Entscheidungen auf den Fußballplätzen in Ungnade der Zuschauer geraten, gilt jedem, der sich für dieses "Hobby" entscheidet grosser Respekt. Und diesen gilt es auch auf dem Platz zu zollen!!

 

Daher werden unsere Spieler der Ersten und Zweiten Mannschaft auch zum "Pfeifen" bei unseren Jugendmannschaften eingeteilt. Wegen "Meckerns" wird seither bei uns (fast) keine(r) mehr vom Platz gestellt - wen wundert`s?!

 

Jeder der Interesse am Schiedsrichterwesen hat, kann sich im Februar/März eines jeden Jahres beim sog. Neulingskurs anmelden. Grundvoraussetzung ist, dass der Kandidat 14 Jahre alt ist.

 


 

 

Zusammenfassung der Regeländerungen(Gültig im DFB-Bereich ab dem 01.07.2019)

Im Folgenden sind alle Änderungen der Spielregeln im Vergleich zur Ausgabe 2018/19 aufgeführt. Für jede Änderung ist der neue/geänderte/ergänzte Wortlaut angegeben, gefolgt von einer Erklärung der Änderung.

 

Regel 3

Abgeänderter Text

Bei der Auswechslung/Ersatz eines Spielers durch einen Auswechselspieler sind folgende Bedingungen zu beachten:

Der Spieler, der ausgewechselt wird, muss

* das Spielfeld über die nächste Begrenzungslinie verlassen, es sei denn, der Schiedsrichter zeigt an, dass der Spieler das Spielfeld direkt und sofort an der Mittellinie oder an einer anderen Stelle verlassen darf (z.B. aus Sicherheitsgründen oder wegen einer Verletzung)

* sich sofort in die Technische Zone oder die Umkleidekabine begeben und darf nicht mehr am Spiel teilnehmen; es sei denn, Rückwechsel sind zulässig

 

Erklärung

Damit ein Spieler, der ausgewechselt wird, keine Zeit schinden kann, indem er das Spielfeld langsam an der Mittellinie verlässt (was gemäß Regel nicht nötig ist), muss das Spielfeld wie bei einer Verletzung über die nächste Begrenzungslinie verlassen; es sei denn, der Schiedsrichter zeigt etwas anderes an (z.B. wenn der Spieler das Spielfeld schnell an der Mittellinie verlassen kann, das Spielfeld auf einer Trage verlässt oder seine Sicherheit gefährdet ist). Der Spieler muss sich umgehend in die Technische Zone oder die Umkleidekabine begeben, um Konfrontationen mit Auswechselspielern, Zuschauern oder Spieloffiziellen zu verhindern. Ein Spieler, der gegen diese Regel verstößt, ist wegen unsportlichen Betragens (Verzögerung der Spielfortsetzung) zu bestrafen.

 

Regel 4

Textergänzung

Unterhemden müssen:

* einfarbig und in der Hauptfarbe der Trikotärmel oder

* in exakt demselben Muster/denselben Farben wie die Trikotärmel gehalten sein.

 

Erklärung

Sportartikelhersteller produzieren heute gemusterte Unterhemden, deren Ärmel dasselbe Muster aufweisen wie jene des Trikots. Solche Unterhemden sind zuzulassen, da sie den Spieloffiziellen bei deren Entscheidungen helfen.

 

Regel 5

Textergänzung und abgeänderter Text

Wenn das Spiel fortgesetzt wurde oder der Schiedsrichter die erste oder zweite Halbzeit (einschließlich Verlängerung) beendet und das Spielfeld verlassen oder das Spiel abgebrochen hat, darf der Schiedsrichter eine Entscheidung zur Spielfortsetzung nicht ändern, wenn er feststellt, dass diese nicht korrekt ist, oder er von einem anderen Spieloffiziellen einen Hinweis erhält. Verlässt der Schiedsrichter das Spielfeld nach Ende einer Halbzeit jedoch, um sich in den Schiedsrichter- Videobereich (SVB) zu begeben oder um die Spieler auf das Spielfeld zurück zu beordern, darf er eine Entscheidung zu einem Vorfall, der sich vor Ende der Halbzeit zugetragen hat, ändern.

 

Erklärung

Es gibt jetzt eine klare Unterscheidung zwischen „ein Spiel beenden“ und „ein Spiel abbrechen“. Beendet der Schiedsrichter ein Spiel, kann er seine Entscheidung noch so lange verändern, wie er das Spielfeld noch nicht verlassen hat. Bei einem Spielabbruch ist die nicht möglich.

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Textergänzung

* Maßnahmen gegen Teamoffizielle zu ergreifen, die sich nicht verantwortungsbewusst verhalten, wobei er sie verwarnen (Gelbe Karte) oder vom Spielfeld und dessen unmittelbarer Umgebung entfernen lassen darf, einschließlich der Technischen Zone (Rote Karte). Kann der Täter nicht eruiert/identifiziert werden, wird die Disziplinarmaßnahme gegen den höchstrangigen Trainer in der Technischen Zone ausgesprochen.

 

Erklärung

Die Tests mit Verwarnungen und Feldverweisen für unsportliches Betragen von Teamoffiziellen verliefen erfolgreich und offenbarten auf allen Stufen deutlicheVorteile (z.B. beim Umgang von jungen Schiedsrichtern mit „schwierigen“erwachsenen Trainern). Lässt sich der Täter nicht eruieren/identifizieren, wird der höchstrangige Trainer in der Technischen Zone (meist der Cheftrainer) verwarnt oder

des Feldes verwiesen, da er für das Verhalten der übrigen Teamoffiziellen verantwortlich ist.

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Textergänzung

* Ein verletzter Spieler darf nicht auf dem Spielfeld behandelt werden (...).Ausnahmen von der Verpflichtung zum Verlassen des Spielfelds bestehen nur, wenn

* ein Strafstoß verhängt wurde und der verletzte Spieler der Schütze ist

 

Erklärung

Es ist im Sinne des Fair Play-Gedanken, wenn der Schütze den Strafstoß nicht ausführen kann, weil er das Spielfeld für eine Untersuchung/Behandlung verlassen muss.

 

Regel 7

Abgeänderter Text

Der Schiedsrichter bestimmt in jeder Halbzeit (einschließlich der Verlängerung) die Nachspielzeit, um die Zeit zu kompensieren, die durch folgende Ereignisse verloren gingen:

* Trinkpausen (maximal 1 Minute) oder Pausen aus sonstigen medizinischen Gründen, die gemäß Wettbewerbsbestimmungen zulässig sind

* Medizinisch begründete Unterbrechungen wie Trinkpausen (maximal 1 Minute) und Kühlpausen (90 Sekunden bis maximal 3 Minuten), die gemäß Wettbewerbsbestimmungen zulässig sind

 

Erklärung

Zum Schutz der Spieler können die Wettbewerbsbestimmungen bei bestimmter Witterung (z.B. hohe Luftfeuchtigkeit/Temperaturen) Kühlpausen (90 Sekunden bis maximal 3 Minuten) zur Senkung der Körpertemperatur vorsehen. Kühlpausen sind von Trinkpausen (maximal 1 Minute) zu unterscheiden, die der Aufnahme von Flüssigkeit dienen.

 

Regel 8

Textergänzung und abgeänderter Text

* Das Team, das beim den Münzwurf gewinnt, entscheidet kann entweder wählen, auf welches Tor es in der ersten Halbzeit spielt, oder den Anstoß ausführen.

* Das gegnerische Team erhält je nach obiger Entscheidung den Anstoß oder darf wählen, auf welches Tor es in der ersten Halbzeit spielt.

* Das Team, das den Münzwurf gewonnen hat entschieden hat, auf welches Tor es in der ersten Halbzeit spielt, führt den Anstoß zu Beginn der zweiten Halbzeit aus.

 

Erklärung

Dank den jüngsten Regeländerungen wurde der Anstoß dynamischer (z.B. kann direkt mit dem Anstoß ein Tor erzielt werden). Folglich entscheiden sich Spielführer, die den Münzwurf gewinnen, oft für die Ausführung des Anstoßes.

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Textergänzung und abgeänderter Text

* Der Schiedsrichterball erfolgt mit dem Torhüter des verteidigenden Teams in dessen Strafraum, wenn zum Zeitpunkt der Unterbrechung

> der Ball im Strafraum war oder

> die letzte Ballberührung im Strafraum erfolgte.

* In allen anderen Fällen erfolgt der Schiedsrichterball mit einem Spieler des Teams, das den Ball zuletzt berührt hat, an der Stelle, an der der Ball zuletzt von einem Spieler, einer Drittperson oder von einem Spieloffiziellen berührt wurde.

* Alle anderen Spieler (beider Teams) müssen einen Abstand von mindestens 4 Meter zum Ball einhalten, bis der Ball im Spiel ist.

 

Erklärung

Das derzeitige Verfahren bei Schiedsrichterbällen führt oft zu „künstlichen“Spielfortsetzungen, die unlauter ausgenutzt werden (z.B. indem ein Einwurf tief in der gegnerischen Hälfte verursacht wird) oder zu Konfrontationen. Der Schiedsrichterball erfolgt mit einem Spieler des Teams, das den Ball zuletzt berührt hat (bzw. in Ballbesitz war). Damit soll der Vorteil, der vor der Unterbrechung bestand, wiederhergestellt werden.

Befand sich der Ball bei der Unterbrechung im Strafraum, ist es einfacher, den Schiedsrichterball mit dem Torhüter durchzuführen. Damit das Team, das den Schiedsrichterball erhält, keinen unfairen Vorteil erlangt, müssen alle Spieler beider Teams mit Ausnahme des Spielers, der den Ball erhält, einen Abstand von mindestens 4 Meter einhalten.

 

Regel 9

Textergänzung

Der Ball ist aus dem Spiel, wenn

* er einen Spieloffiziellen berührt, aber auf dem Spielfeld bleibt und > ein Team einen aussichtsreichen Angriff auslöst/startet

> der Ball direkt ins Tor geht oder

> der Ballbesitz wechselt.

In all diesen Fällen wird das Spiel mit einem Schiedsrichterball fortgesetzt.

 

Erklärung

Dass ein Team einen Vorteil erlangt oder gar ein Tor erzielt, nachdem der Ball versehentlich von einem Spieloffiziellen – insbesondere vom Schiedsrichter – berührt wurde, kann sehr unfair sein.

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Abgeänderter Text

Der Ball ist zu jedem anderen Zeitpunkt im Spiel, auch wenn er einen Spieloffiziellen berührt und von einem Spieloffiziellen, einem Torpfosten, der Querlatte oder einer Eckfahnenstange zurückspringt und auf dem Spielfeld bleibt.

 

Erklärung

Es erfolgt keine Unterbrechung, wenn der Ball nicht von einem Spieler kommt. Der Ball ist somit im Spiel, wenn er dann einen Spieloffiziellen berührt.

 

Regel 10

Textergänzung

Wirft ein Torhüter den Ball direkt ins gegnerische Tor, wird auf Abstoß entschieden.

 

Erklärung

Ergänzung zur Vereinheitlichung mit dem neuen Wortlaut zum Handspiel in Regel 12

Regel 12

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Textergänzung und abgeänderter Text Handspiel

Ein Vergehen liegt vor, wenn ein Spieler

* den Ball absichtlich mit der Hand/dem Arm berührt (einschließlich Bewegungen der Hand/des Arms zum Ball),

* in Ballbesitz gelangt, nachdem ihm der Ball an die Hand/den Arm springt, und danach:

> ins gegnerische Tor trifft

> zu einer Torchance kommt

> direkt mit der Hand/dem Arm (ob absichtlich oder nicht) ins gegnerische Tor trifft (gilt auch für den Torhüter).

Ein Vergehen liegt in der Regel vor, wenn ein Spieler

> den Ball mit der Hand/dem Arm berührt und

> seinen Körper aufgrund der Hand-/Armhaltung unnatürlich vergrößert,

> sich seine Hand/sein Arm über Schulterhöhe befindet (außer der Spieler spielt den Ball vorher absichtlich mit dem Kopf oder Körper (einschließlich des Fußes) und der Ball springt ihm dabei an die Hand/den Arm).

Ein Vergehen liegt auch vor, wenn der Ball in einer der obigen Situationen direkt vom Kopf oder Körper (einschließlich des Fußes) eines Spielers an die Hand/den Arm eines anderen, nahestehenden Spielers springt.

Abgesehen von den genannten Vergehen liegt in folgenden Situationen, in denen der Ball an die Hand/den Arm eines Spielers springt, in der Regel kein Vergehen vor:

* Der Ball springt direkt vom Kopf oder Körper (einschließlich des Fußes) des Spielers an dessen Hand/Arm.

* Der Ball springt direkt vom Kopf oder Körper (einschließlich des Fußes) eines Spielers an die Hand/den Arm eines anderen, nahestehenden Spielers.

* Die Hand/der Arm ist nahe am Körper, und die Hand-/Armhaltung vergrößert den Körper nicht unnatürlich.

* Ein Spieler berührt den Ball im Fallen mit der Hand/dem Arm, wobei sich seine Hand/sein Arm dabei zum Abfangen des Sturzes zwischen Körper und Boden befindet und nicht seitlich oder senkrecht vom Körper weggestreckt wird.

 

Erläuterung:

Für das Handspiel ist mehr Klarheit erforderlich, besonders in den Fällen, in denen„nicht absichtliches“ Handspiel ein Vergehen ist. Die Umformulierung wurde nach folgenden Grundsätzen vorgenommen:

* Fußball akzeptiert kein Tor, welches mit der Hand/dem Arm erzielt wurde, auch wenn es versehentlich ist.

* Fußball erwartet, dass ein Spieler für ein Handspiel bestraft wird, wenn er Ballbesitz/Ballkontrolle erlangt und daraus einen großen Vorteil erzielt, z.B. ein Tor oder eine klare Torchance.

* Es ist natürlich, dass ein Spieler den Arm beim Fallen zwischen Körper und Boden hält, um sich abzustützen.

* Wenn die Hand/der Arm über der Schulter ist, liegt selten eine natürliche Körperhaltung vor und der Spieler trägt mit dieser Position des Arms/der Hand das Risiko − auch beim Gleiten (Tackling).

* Wenn der Ball vom Körper des Spielers oder von einem anderen Spieler (einer der beiden Teams), der sich in der Nähe befindet, an die Hände/Arme kommt, ist es oft unmöglich, den Kontakt mit dem Ball zu vermeiden.

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Abgeänderter Text

Für den Torhüter gelten beim Handspiel außerhalb des eigenen Strafraums die gleichen Regeln wie für alle übrigen Spieler. Innerhalb des Strafraums kann der Torhüter für kein Handspiel, das mit einem direkten Freistoß oder einer entsprechenden Strafe geahndet wird, bestraft werden, sondern nur für ein Handspiel, das einen indirekten Freistoß zur Folge hat. Berührt der Torhüter den Ball unerlaubterweise innerhalb des eigenen Strafraums mit der Hand/dem Arm, wird ein indirekter Freistoß, aber keine Disziplinarmaßnahme verhängt.

Abgeänderter Text

 

Ein indirekter Freistoß wird gegeben, wenn ein Torhüter innerhalb des eigenen Strafraums den Ball 

* mit der Hand/dem Arm berührt, nachdem er den Ball freigegeben hat und bevor dieser von einem anderen Spieler berührt wurde

* mit der Hand/dem Arm berührt; es sei denn, er hat den Ball bei einem Klärungsversuch eindeutig mit dem Fuß gespielt oder zu spielen versucht, nach

> einem absichtlichen Zuspiel eines Mitspielers mit dem Fuß zum Torhüter > einem direkt zugespielten Einwurf eines Mitspielers.

 

Erklärung

1.) Aufnahme von „Arm“ zur Vereinheitlichung des Wortlauts in der Handspiel-Regel.

2.) Nach einem Zuspiel mit dem Fuß durch einen Mitspieler spielt oder versucht der Torhüter den Ball zu spielen. Misslingt dies, darf er den Ball danach in die Hand nehmen, ohne dadurch ein Vergehen zu begehen, da eindeutig keine Absicht bestand, den Ball ursprünglich in die Hand zu nehmen.

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Abgeänderter Text

Wenn ein Spieler oder Teamoffizieller vor dem Betreten des Spielfelds zwecks Spielbeginn ein feldverweiswürdiges Vergehen begeht, darf ihn der Schiedsrichter vom Spiel ausschließen.

Gelbe und Rote Karten können nur Spielern, Auswechselspielern, ausgewechselten Spielern oder Teamoffiziellen gezeigt werden.

 

Erklärung

Aufnahme der Gruppe der Teamoffizielle.

Der Schiedsrichter darf fortan auch Teamoffiziellen eine Gelbe oder Rote Karte zeigen (siehe Regel 05).

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Textergänzung

Entscheidet sich der Schiedsrichter einen Spieler zu verwarnen oder des Feldes zu verweisen, wird das Spiel erst nach Abschluss des Verfahrens für diese Disziplinarmaßnahme fortgesetzt; es sei denn, das Team, das das Vergehen nicht begangen hat, führt den fälligen Freistoß schnell aus und kommt so zu einer klaren Torchance, ehe der Schiedsrichter mit dem Verfahren für die Disziplinarmaßnahmen begonnen hat. In diesem Fall wird die fällige Verwarnung/der fällige Feldverweis bei der nächsten Spielunterbrechung ausgesprochen. Handelt es sich beim Vergehen um das Vereiteln einer offensichtlichen Torchance, wird der fehlbare Spieler verwarnt.

 

Erklärung

Wird ein Angriff mit einem verwarnungs- oder feldverweiswürdigen Vergehen gestoppt, kann das Team, dass das Vergehen nicht begangen hat, den fälligen Freistoß schnell ausführen, um den vereitelten Angriff sofort fortzusetzen. Es wäre unfair, diesen Angriff zu unterbinden, weil der Schiedsrichter eine Gelbe oder Rote Karte zeigen muss.

Hat der Schiedsrichter jedoch bereits mit dem Verfahren für die Disziplinarmaßnahme gegen das fehlbare Team begonnen, darf der Freistoß nicht schnell ausgeführt werden. Ein Spieler, der eine offensichtliche Torchance vereitelt, wird verwarnt und nicht des Feldes verwiesen, wenn der Gegner den Angriff sofort fortgesetzt hat (wie wenn beim Vereiteln einer offensichtlichen Torchance auf Vorteil entschieden wird).

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Textergänzung

Ein Spieler wird verwarnt, selbst wenn das Tor aberkannt wird, bei übertriebenem Torjubel.

 

Erklärung 

Eine Verwarnung wegen übertriebenen Torjubels behält ihre Gültigkeit, auch wenn das Tor aberkannt wird, da die Wirkung (Gefährdung der Sicherheit, Schädigung des Ansehens des Fußballs etc.) dieselbe ist, wie wenn das Tor gezählt hätte.

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Textergänzung

Im neu ergänzten Abschnitt Teamoffizielle werden die häufigsten ermahnungs-, verwarnungs- und feldverweiswürdigen Vergehen von Teamoffiziellen aufgeführt.

Alle verbalen Vergehen werden mit einem indirekten Freistoß geahndet.

 

Erklärung

Klarstellung, wie das Spiel nach physischen Vergehen fortzusetzen ist sowie dass alle verbalen Vergehen (auch gegen Spieloffizielle) mit einem indirekten Freistoß zu ahnden sind.

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Abgeänderter Text

Wirft oder tritt ein Spieler, der auf oder abseits außerhalb des Spielfelds steht, einen Gegenstand (außer dem Spielball) auf bzw. gegen einen gegnerischen Spieler, oder wirft oder tritt er einen Gegenstand (einschließlich des eines Balls) auf bzw. gegen einen gegnerischen Spieler, Auswechselspieler, ausgewechselten oder des Feldes verwiesenen Spieler, einen Teamoffiziellen, einen Spieloffiziellen oder den Spielball, wird das Spiel mit einem direkten Freistoß an der Stelle fortgesetzt, an der der Gegenstand die Person oder den Spielball getroffen hat oder hätte treffen sollen.

 

Erklärung

Das Treten eines Gegenstands gegen eine Person oder den Ball wird gleich bestraft wie das Werfen eines Gegenstands.

 

Regel 13

Textergänzung

Einen indirekten Freistoß zeigt der Schiedsrichter durch das Heben des Arms über den Kopf an. Dieses Zeichen wird gehalten, bis der Freistoß ausgeführt ist (nur bei Torgefahr bleibt der Arm oben).

 

Erklärung

Viele indirekte Freistöße werden so weit vom gegnerischen Tor entfernt ausgeführt, dass der Ball kaum direkt ins Tor gehen kann (z.B. bei indirekten Freistößen für Abseitsvergehen). In diesen Fällen muss der Schiedsrichter das entsprechende Zeichen nur bis zur Ausführung des Freistoßes halten, da das Rennen mit einem in die Höhe gestreckten Arm schwierig ist.

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Textergänzung

Der Ball

* ist im Spiel, wenn er mit dem Fuß gespielt wurde und sich eindeutig bewegt (auch bei Freistößen für die verteidigende Mannschaft im eigenen Strafraum).

Bis der Ball im Spiel ist, müssen sämtliche Gegner

* einen Abstand von mindestens 9,15 Meter zum Ball einhalten

* bei Freistößen innerhalb des gegnerischen Strafraums außerhalb des Strafraums stehen.

 

Erklärung

Tests haben gezeigt, dass das Spiel schneller und flüssiger wird, wenn der Ball bei einem Freistoß im eigenen Strafraum nicht erst im Spiel ist, wenn er den Strafraum verlässt, sondern sobald er mit dem Fuß gespielt wurde. Sämtliche Gegner müssen dabei außerhalb des Strafraums bleiben und einen Abstand von mindestens 9,15 Meter zum Ball einhalten, bis dieser im Spiel ist. Diese Änderung wurde auch beim Abstoß vorgenommen (siehe Regel 16).

 

Bilden drei oder mehr Spieler des verteidigenden Teams eine Mauer, müssen alle Spieler des angreifenden Teams einen Abstand von mindestens 1 Meter zur Mauer einhalten, bis der Ball im Spiel ist.

 

Erklärung

Spieler des angreifenden Teams, die bei einem Freistoß sehr nahe bei oder in der Freistoßmauer stehen, sorgen oft für Unruhe und schinden so Zeit. Für einen Spieler des angreifenden Teams gibt es keinen zulässigen taktischen Grund, sich in die Mauer zu stellen. Außerdem verstößt er mit diesem Verhalten gegen das Wesen des Fußballs und schadet dem Ansehen der Sportart.

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Textergänzung

Wenn ein Spieler des angreifenden Teams bei der Ausführung eines Freistoßes den Abstand von mindestens 1 Meter zur Mauer, die aus drei oder mehr Spielern des verteidigenden Teams besteht, nicht einhält, wird ein indirekter Freistoß verhängt.

 

Erklärung

Klarstellung der Spielfortsetzung, wenn ein Spieler des angreifenden Teams den Abstand von 1 Meter zur Mauer nicht einhält und der Freistoß wurde ausgeführt.

 

Regel 14

Textergänzung

Der Ball muss ruhig auf dem Elfmeterpunkt liegen und die Torpfosten, die Querlatte und das Tornetz dürfen sich nicht bewegen.

Der Torhüter muss mit Blick zum Schützen auf der Torlinie zwischen den Torpfosten bleiben, ohne einen Torpfosten, die Querlatte oder das Tornetz zu berühren, bis der Ball getreten wurde.

Der Schütze muss den Ball mit dem Fuß nach vorne spielen; ein Schuss mit der Hacke ist erlaubt, sofern sich der Ball nach vorne bewegt.

 

Bei der Ausführung des Strafstoßes muss sich der Torhüter mindestens mit einem Teil eines Fußes auf oder über der Torlinie befinden.

 

Erklärung

Der Schiedsrichter darf das Zeichen zur Ausführung des Strafstoßes nicht geben, solange der Torhüter einen Torpfosten, die Querlatte oder das Tornetz berührt oder sich diese bewegen (z.B. weil der Torhüter dagegengetreten/daran gerüttelt hat). Da der Spieler den Anlauf verzögern kann, ist es vertretbar, dass der Torhüter in Erwartung des Schusses einen Schritt machen darf.

 

Regel 15

Abgeänderter Text

Alle Gegner müssen einen Abstand von mindestens 2 Meter zur Stelle auf der Seitenlinie einhalten, an der der Einwurf auszuführen ist.

 

Erklärung

Damit wird dem Umstand Rechnung getragen, dass ein Spieler den Einwurf in gewisser Entfernung zur Seitenlinie ausführen kann.

 

Regel 16

Abgeänderter Text

• Der Ball ist im Spiel, wenn er mit dem Fuß gespielt wurde und sich eindeutig bewegt.

 

Erklärung

Tests haben gezeigt, dass das Spiel schneller und dynamischer/flüssiger wird, wenn der Ball bei einem Abstoß nicht erst im Spiel ist, wenn er den Strafraum verlässt, sondern sobald er mit dem Fuß gespielt wurde. Die Zeit, die durchSpielverzögerungen oder taktisches Zeitschinden „verloren“ ging (z.B. wenn einVerteidiger im Wissen, dass der Abstoß wiederholt wird, den Ball absichtlich berührt, bevor dieser den Strafraum verlassen hat), konnte dadurch deutlich reduziert werden. Sämtliche Gegner müssen außerhalb des Strafraums bleiben, bis der Ball im Spiel ist.

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Textergänzung und abgeänderter Text

Wenn sich bei der Ausführung eines Abstoßes noch Gegner im Strafraum befinden, weil sie keine Zeit hatten, den Strafraum zu verlassen, lässt der Schiedsrichter das Spiel weiterlaufen. Wenn ein Gegner, der sich bei der Ausführung des Abstoßes im Strafraum befindet, den Ball berührt oder einen Zweikampf um den Ball beginnt, wird der Abstoß wiederholt.

 

Erklärung

Klarstellung, was der Schiedsrichter tun muss, wenn sich ein Gegner bei der Ausführung eines Abstoßes noch im Strafraum befindet.

 

LW 21.05.2019

 

 

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Regeländerungen zur neuen Saison 2019/2020

 

Regeländerungen zur Saison 2019/20: Alle Neuerungen im Überblick

 

Schiedsrichterball: 

Bislang wurden Spieler beider Mannschaften zum Schiedsrichterball gebeten. Selten gab es in diesen Situationen ein Gerangel um den neutralen Ball und ab der kommenden Saison wird es gar nicht mehr dazu kommen können. Der Referee wird nur noch einem einzelnen Spieler die Kugel überlassen, dabei erhält das Team die Kontrolle, das zum Zeitpunkt der Spielunterbrechung in Ballbesitz war       

 

Anstoß: 

Der Gewinner des Münzwurfs vor Anpfiff darf die Seite wählen, der Verlierer bekommt den Ball. Das wird sich ändern: Ab Sommer darf der Sieger entscheiden, ob er sich eine Spielhälfte aussuchen, oder den Anstoß haben möchte.

 

Disziplinarmaßnahmen: 

Das ist der etwas sperrige Fachausdruck für Karten. Die kann der Schiedsrichter ab jetzt auch den Trainern und Betreuern zeigen. Die bisher stets mündliche Verwarnung an den Coach, wird so also auch für die Zuschauer sichtbar und um einiges Eindeutiger. Einen wütenden Trainer auf die Tribüne zu schicken, wird also für weniger Verwirrung sorgen.

 

Auswechslungen: 

Hier bekämpft die IFAB das chronische Zeitspiel bei Spielerwechseln. Anstatt den langen Weg zur Mittellinie und der Trainerbank zu machen, muss der ausgewechselte Spieler den Platz zukünftig an der nächstmöglichen Stelle verlassen. 

Ballkontakt des Schiedsrichters: Der Schiri ist Luft. Auch dieses Bonmot geht verloren. Denn ab Sommer kann der Referee das Spiel abpfeifen, sollte er vom Ball getroffen werden und einer Mannschaft damit einen Vorteil verschaffen.

Abstoß: 

Nach dem Torabstoß musste der Ball bisher den Strafraum verlassen haben, ehe ein zweiter Spieler eingreifen durfte, ansonsten wurde wiederholt. Diese Regel wird nur ein klein wenig komplexer: Ein Mitspieler des abschlagenden Teams darf den Ball auch innerhalb des Sechzehners annehmen, ohne zwingend eine Wiederholung zu provozieren. Wird der ballführende Spieler dabei allerdings von einem Gegner unter Druck gesetzt, kann der Schiedsrichter den Abstoß erneut ausführen lassen. Kommt ein Spieler der gegnerischen Mannschaft im Strafraum an den Ball, wird zwangsläufig wiederholt.

 

Gesperrte Bälle: 

Sperrt der Schiedsrichter den Ball, darf ein Freistoß nicht ausgeführt werden, ehe er wieder anpfeift. Meist der Fall, wenn der Schütze beim Freistoß fordert, die Mauer stellen zu lassen. Der Ball war jedoch immer automatisch gesperrt, sobald der Referee das Foul zusätzlich mit einer Karte bestrafte. Diese Spielruhe ist Geschichte: Die ballbesitzende Mannschaft darf den Freistoß ab jetzt immer schnell ausführen. Der Übeltäter wird bei der nächsten Spielunterbrechungen bestraft. Ob mit Gelb, Gelb-Rot oder dem glatten Platzverweis.

 

Mauerstellung: 

Wie das Thema „Mauer beim Freistoß“ schon anklingt: In Zukunft wird es hier weniger Gerangel geben, denn in der Mauer dürfen sich jetzt nur noch Spieler der verteidigenden Mannschaft befinden. Erst wenn sich mehr als drei Mann aufreihen, dürfen die Angreifer dazu. Andernfalls gilt ein Mindestabstand von einem Meter.

 

Rückpass:                                           

Der Torhüter darf keine kontrollierte Rückgabe mit der Hand aufnehmen. Im Prinzip ändert sich diese Regel nicht, nur die Definition von Kontrolle. Hobbyfußballer werden sich darüber freuen. Gerät ein eigentlich unbedrängt gespielter Pass dermaßen ungenau, dass der Goalie Probleme hat, die Kugel überhaupt zu erreichen, darf er jetzt auch dann mit der Hand eingreifen.

 

Handspiel: 

Last but not least, die strittigste aller Regeln. Die Handspielregel konnte in der Vergangenheit keinem Gefallen. Etwas für Klarheit sorgt die neue Verschärfung, dass Tore, die mit der Hand oder dem Arm erzielt werden, generell nicht gültig sind. In allen anderen Fällen herrscht nach wie vor ein gewisser Interpretationsspielraum. Doch ab jetzt ist festgelegt, dass auch unabsichtliches Handspiel bestraft werden kann. Ein Freistoß folgt immer, sobald der Spieler dadurch Kontrolle über den Ball erlangt oder der Kontakt mit dem Arm oberhalb der Schultern passierte. 

 


Rund um den Schiedsrichter Über diese Links kann man sich Informieren Schiedsrichtergruppe Weilheim

 

http://www.bfv.de/cms/schiedsrichter/srg_weilheim.html

 

 

Fußballregeln

 

http://www.dfb.de/verbandsservice/verbandsrecht/fussballregeln

 


 

Schiedsrichterordnung

 

http://www.bfv.de/cms/der-bfv/satzung-ordnungen/schiedsrichterordnung.html

 


 

Aktuelle Frauen- und Mädchenordnung:

 

 

Frauen- und Mädchenordnung - BFV

 


 

Richtlinien für den flexibleren Spielbetrieb Damen. 

 

 

http://www.bfv.de/cms/docs/news/Schiedsrichter/Richtlinien_flexibler_Spielbetrieb_18_19.pdf