Kreisliga 1


Nur der Sieg zählt

TSV-Trainer Tischer will beruhigt in die Winterpause gehen

 

 

„Heute möchte ich eine Reaktion sehen!“ Die Order von Jan Tischer vor der Heimpartie gegen den 1. FC Garmisch-Partenkirchen II ist klar und unmissverständlich. Was der Trainer des TSV Murnau II – früher als Aktiver von der Abteilung Eisenfuß berüchtigt - damit zum Ausdruck bringen will: Jetzt muss ein Dreier her! Denn ein Sieg gegen die FC-Reserve würde zum Abschluss der A-Klassen-Hinrunde 14 Punkte auf der Habenseite bedeuten. Ursprünglich hatte das Gespann Tischer/Michael Koller 15 Zähler eingeplant. Mit einem weniger könnten die beiden auch gut leben.

„Wir hätten's auch gemütlicher haben können“, meint Tischer und zielt damit auf die unnötige 3:5-Pleite vor 14 Tagen gegen Mit-Kellerkind ASV Eglfing ab. Diesen, so Tischer, hätten seine Mannen regelrecht zum Toreschießen eingeladen.


Das soll heute gegen den 1. FC nicht mehr passieren. Wobei die junge Garde von Hüseyin Pekhamarat (Tabellenplatz 6, 16 Punkte, 29:17 Tore) nach Spitzenreiter Oberau (44) über den treffsichersten Sturm verfügt. 2,6 Tore pro Partie – das ist schon mal eine Marke. Tischer ist's egal: „Da müssen die Punkte her!“ Denn nachdem Verfolger ESV Penzberg II mit vier Zählern aus den zurückliegenden zwei Begegnungen bedrohlich nah an die Drachen herangerückt ist, laufen Jan's Jungs Gefahr, auf einem Abstiegsplatz überwintern zu müssen. „Und das wollen wir unter allen Umständen vermeiden.“

So paradox es klingt: Der Auftritt beim FC Oberau vor einer Woche (0:3) hat Tischer dahingehend auch Mut gemacht. „Wir haben gut dagegen gehalten“ - angesichts der Tatsache, dass der TSV arg dezimiert zum Tabellenführer angereist war. Zu allem Überfluss meldeten sich kurz vor dem Anpfiff noch Oldie Konrad Berger und Youngster Krith „Pepsi“ Laux“ mit Grippe ab. Gegen den 1. FC hofft Drachenbändiger Tischer auf einen gut gefüllten Kader – schließlich zählt heute nur ein Sieg.

Stürmische Zeiten dank Eder und Bacher

Schon 19 Treffer: Otterfings Traum-Sturm-Duo rockt die Liga

 

 

Wer gegen Aufsteiger Otterfing bestehen will, muss zwei Tormaschinen ausschalten. So lautet beim heutigen Duell an der Poschinger Allee die Erfolgsformel für den TSV Murnau. Auf dessen ohnehin sattelfeste Abwehr um Kapitän Beni Hausmann und Julian Büth wartet ein echter Gradmesser – und zwar in Gestalt von Simon Eder (zehn Treffer) und Florian Bacher (neun). Dieses kongeniale Sturm-Duo rockt die Liga und verbreitet beim jeweiligen Gegner Angst und Schrecken. „Über die beiden brauch' ich wohl nichts sagen“, meint Otterfings junger Trainer Raphael Schwarz und verweist auf die Statistik: 19 der 25 TSV-Tore gehen auf das Konto von Eder/Bacher.

Vor allem Bacher (26), der nach drei Landesliga-Jahren bei Nachbarverein TuS Holzkirchen wieder zum Heimatklub zurückkehrte, hat Otterfing enorme Schubkraft verliehen. Der Top-Torjäger trifft aber nicht nur aus allen Lagen, er reißt durch seinen unbändigen Willen und seine Laufbereitschaft auch Löcher in des Gegners Abwehr. Und davon profitiert Jungspund Eder. Er ist einer von acht A-Junioren, die zu Saisonbeginn zur Ersten Mannschaft stießen.

Ein ganz wichtiger Akteur im TSV-Korsett ist aber auch Schlussmann Tobias Eglseder. „Manuel Neuer ist nix dagegen“, scherzt sein Trainer. Mit allem Ernst fügt er hinzu: „Der Tobi hält auch mal den unhaltbaren Ball und ist auf der Linie überragend.“ Kurz und knapp: So ein Goalie kann den Unterschied ausmachen.

Raphael Schwarz (30) ist seit Juli übrigens alleine für Otterfings Erste zuständig. Nach dem Kreisliga-Abstieg vor zwei Jahren hatte er das Team gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder Benjamin (29) gecoacht. Doch der kickt nebenbei in der Dritten Liga. Was in der Vorsaison bei der SpVgg Unterhaching noch möglich war, geht bei seinem neuen Arbeitgeber Preußen Münster nun schon allein aus geografischen Gründen nicht mehr. Also macht's Bruder Raphael nun alleine. Und der ist wahrlich kein unbeschriebenes Blatt. So kickte er in der Jugend bei Haching, heuerte beim FC Ismaning an und spielte in der Bezirksoberliga für die FT Starnberg 09. Dann riss er sich 2013 als Spieler von Bezirksligist TSV Gräfelfing das vordere und hintere Kreuzband – Karriereende mit 28 Jahren.

Nun geht Schwarz mit Feuereifer das Abenteuer Otterfing an. Sein Ziel: „Sich langfristig in der Liga etablieren.“ Denn eines will der TSVO nicht mehr sein: eine Fahrstuhl-Mannschaft.

Vier statt neun

Drachen verpassen ultimativen Befreiungsschlag

 

 

Neun Punkte wären das Optimum gewesen, der ultimative Befreiungsschlag. Sechs Zähler? Auch noch akzeptabel, aber alles Rechenspiele. Am Ende hat der TSV Murnau aus den vergangenen drei Partien gegen die direkten Verfolger „nur“ vier Pünktchen eingeheimst. Auf das Heim-Remis gegen TuS Holzkirchen II (2:2) folgte eine Pleite bei Bezirksliga-Absteiger SC Gaißach (0:2), und dann bejubelte der TSV bei Aufsteiger FC Kochelsee Schlehdorf einen 2:0-Auswärtserfolg. Unterm Strich haben sich die Drachen wenigstens ein kleines Polster zu den Abstiegs- und Relegationsplätzen verschafft. Alles andere als beruhigend. Und da wären wir wieder beim wäre. Heute im Aufeinandertreffen gegen den TSV Otterfing wäre ein Dreier ein Traum. Doch aufgepasst: Der Aufsteiger reist als Tabellenfünfter mit 20 Punkten im Gepäck an – sechs mehr als der TSV Murnau. Deshalb meint Gästetrainer Raphael Schwarz auch voller Überzeugung: „Wir fürchten uns vor niemanden.“ Das Team von Steffen Galm bezeichnet er als „gestandene Mannschaft“, die über gute Individualisten verfügt. Zumindest scheint der TSV Otterfing dem anderen TSV zu liegen. Zwischen 2010 bis 2013, als der TSVO in der Kreisliga kickte, holte Murnau vier Siege und ein Unentschieden. Nur eine Partie ging für die Drachen mit 0:1 verloren. Das letzte Duell am 5. Mai 2013 entschied Murnau in Otterfing mit 3:1 für sich. Dann trennten sich die Wege der beiden Klubs – bis heute.

Wochen der Wahrheit

Drachen im Duell gegen die Verfolger


„Wenn wir gut spielen, dann können wir gegen jeden gewinnen.“ Zu diesem Schluss ist Michael Adelwart, der Fußball-Abteilungsleiter des TSV Murnau, nach der überzeugenden Vorstellung der Drachen gegen den TuS Geretsried II gekommen. Dank einer guten kämpferischen Leistung wies der TSV die Landesliga-Reserve am vergangenen Wochenende mit 2:1 in die Schranken. Ein Auswärtserfolg, der Balsam auf die Seele war. Denn seit dem Aufstieg von TuS II im Jahre 2011 ging die Elf vom Staffelsee in Geretsried bei vier Partien viermal als Verlierer vom Platz.


Der jüngste Sieg, der durch Treffer von Philipp Mann und Fabian Hirschler zustande gekommen war, ist umso höher zu bewerten, da dem TSV bei diesem Duell mit Manuel Pratz, Florian Langenegger, Carlos da Silva Cunha, Christoph Taffertshofer und Fabian Wegstroth gleich fünf Stammkräfte fehlten. Und das bei ohnehin dünnem Kader. Umso besser, dass Murnau mit Krith „Pepsi“ Laux und Moritz Winkler zwei vielversprechende A-Junioren in seinen Reihen hat. Letzterer gab in der Schlussphase sogar den entscheidenden Pass zum 2:1-Siegtreffer. Was „Präsi“ Adelwart natürlich besonders freut. „Das stimmt einen schon für die Zukunft optimistisch.“


Sprichwörtlich am Ball bleiben, heißt es nun an den beiden kommenden Spieltagen. Denn da hat es der TSV Murnau mit den direkten Verfolgern TuS Holzkirchen II und Aufsteiger FC Kochelsee-Schlehdorf zu tun. „Da sollten wir einfach gewinnen – egal wie“, gibt Adelwart die einfache, aber schlüssige Marschroute aus.

TSV - SV Wielenbach 0:2

Kopflos, mutlos, torlos

Was war die Murnauer Mannschaft im Spiel gegen den SV Wielenbach wert? Böse Zungen würden behaupten 2,10 Euro – 14 mal Flaschenpfand. Fern der Wahrheit läge dies natürlich nicht, denn bei der 0:2 (0:1) Heimniederlage gegen den bis dahin sieglosen Konkurrenten aus dem Nachbarlandkreis machte keiner der Murnauer Akteure eine besonders gute Figur.

Man merkte den TSVlern trotz aller Beteuerungen und Einschwörungen von Beginn weg an, dass in den Hinterköpfen das Video vom leidigen 0:7 des SV Wielenbach gegen den FC Garmisch spukte. Zwar hatte man den Gegner aufgrund dessen bescheidenen spielerischen Mitteln über weite Strecken der ersten Hälfte gut im Griff, konnte aber wiederum kein Kapital aus Ballbesitz und Chancenplus schlagen. Hatte es während der Trainingswoche noch Anzeichen auf endlich mehr Durchschlagskraft im Sturmzentrum gegeben, schafften es die üblichen Verdächtigen auf Murnauer Seite leider wieder nicht den Ball in den gegnerischen Maschen zu platzieren.

Begrenzte spielerische Fähigkeiten hin oder her – Wielenbach spielte mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln clever und konsequent. Das Murnauer Spiel – sofern es denn mal sinnvolle Züge annahm – wurde durch eine sehr tief stehende Abwehr und das ständige Provozieren von Freistößen unterbunden. Und passend zum insgesamt bis dahin zweifelhaften Auftritt der Grün-weißen schafften es die Gäste sogar mit ihrer ersten richtigen Torchance in Führung zu gehen: die Murnauer Hintermannschaft spielte auf Abseits, was bereits zuvor einige Male für brenzlige Situationen gesorgt hatte, und konnte somit den enteilten Wielenbacher Stürmer nicht mehr einholen (45.). Erfreulicherweise war es also wieder einmal mit dem Pausenpfiff gelungen in Rückstand zu geraten.

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DJK Waldram - TSV 1:1

Wenn du vorne die Dinger nicht machst...

...fängst du früher oder später hinten eins. Wie wahr selbst die ältesten Fußballweisheiten immer noch sind, testete an diesem Wochenende der TSV Murnau im Gastspiel bei der DJK Waldram. Denn für ihren enormen Aufwand wurden die Staffelseekicker beim 1:1 (0:0) dieses Mal nur mit einem mager wirkenden Pünktchen entlohnt.

Das Spiel an sich hatte dabei einiges an Highlights zu bieten: bereits nach wenigen gespielten Minuten konnte sich einer der Waldramer Spieler mit einer Abseitsentscheidung des Referees so gar nicht anfreunden, weshalb er seinem Unmut ausführlichst Luft machte und infolgedessen mit Gelb-Rot vom Platz geschickt wurde (12.). Bis zu diesem Zeitpunkt hatte der TSV die Partie bereits ganz gut unter Kontrolle gebracht; was fortan bis zum Halbzeitpfiff folgte war die Mutter des Einbahnstraßenfußballs. Waldram zeigte sich nahezu hoffnungslos unterlegen und hatte größte Probleme den Ball auch nur halbwegs kontrolliert über die Mittellinie zu befördern. Und die Murnauer? Die spielten zwar gefällig und auch leidenschaftlich konnten aber kein Kapital daraus schlagen. Die beste Gelegenheit vergab dabei Manu #7 Pratz, der den besser postierten Michi #15 Burger leider übersah und so eine Hereingabe Tommi #13 Mairs auf den gegnerischen Torhüter drosch (9.). Dem Torerfolg am nächsten kamen bis zum Seitenwechsel dann noch Chris #9 Mayer und Thomas #17 Hörmann, welche ihre Schüsse aus der zweiten Reihe aber jeweils knapp am Pfosten vorbei hämmerten (20. & 33.).

Auf der Gegenseite hatten die Abwehrrecken um Beni #10 Hausmann nur relativ wenig zu tun. Einer der wenigen Bälle, welche sich dann doch in den Murnauer Strafraum verirrten, sorgte jedoch gleich für größere Aufregung; Hannes #1 Maurer agierte aber auch an diesem Tage gewohnt souverän und konnte per Fußabwehr klären (30.).

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FC Bad Kohlgrub - Ammertal - TSV 0:2

TSV Back in Business

Die positive Erkenntins des Tages gleich mal vorne weg: der TSV kann doch noch Fußball spielen. Nach einigen Wochen der fußballerischen Schmalkost platzte im Gastspiel beim hoch gehandelten Aufsteiger FC Bad Kohlgrub – Ammertal endlich der Knoten; man behielt mit 0:2 (0:1) die Oberhand.

Noch vor der Partie wurden die Staffelseeler als der schon nahezu krasse Außenseiter gehandelt – zu stark waren die Ergebnisse der Bad Kohlgruber in der jüngeren Vergangenheit, zu schwach hatte man sich selbst die Wochen zuvor präsentiert. Dementspechend appellierte Coach Karl Schmid sich wieder auf eigene Stärken, wie mannschaftliche Geschlossenheit und Kampfgeist, zu besinnen. Und man merkte es den Drachen von Beginn weg an, dass sie an diesem Tag etwas gerade zu rücken hatten: Ball und Gegner wurden gnadenlos attackiert, die Räume eng gehalten und im Spiel nach vorne konnte der TSV endlich einmal wieder mit so einfachen wie ansehnlichen Kombinationen glänzen.

Kohgrub wurde in der ersten Halbzeit geradezu in der eigenen Hälfte festgesetzt. Das Aufbauspiel der Gastgeber wurde zumeist direkt im Mittelfeld und im Keim erstickt, lange Bälle fanden ihren dankbaren Abnehmer in der an diesem Tage bombensicheren Viererkette um Kapitän Beni #10 Hausmann. Und auch das Umschalten funktionierte: eroberte Bälle wurden schnell nach vorne befördert, Abschlüsse gesucht. Schüsse von Manu #7 Pratz und ein Kopfball von Aktivposten Tommi #13 Mair fanden zwar noch nicht den Weg ins Ziel, hielten die Bad Kohlgruber Hintermannschaft aber beschäftigt. Das 1:0 besorgte schließlich doch der wiedererstarkte Manu Pratz, der einen im linken Mittelfeld eroberten Ball seelenruhig und wie selbstverständlich durch die gegnerische Abwehr zauberte und am Ende zur verdienten Führung einschob (24.).

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1. FC Garmisch-Part. - TSV 1:0

Der TSV bekommt seine Grenzen aufgezeigt

Es war ein absehbarer, wenngleich aufgrund des Zustandekommens letztenendes unglücklicher Punktverlust, den der TSV Murnau im Lokalderby beim 1. FC Garmisch-Partenkirchen hinnehmen musste. Denn um ein Tor zu erzielen bedurfte es dann schon eines Strafstoßes, welcher auch noch in der Nachspielzeit gegeben wurde.

Die erste Hälfte ist dabei schnell zusammengefasst: beide Teams spielten sehr organisiert und verteidigten derart konsequent, dass keinerlei nennenswerte Torchancen zustande kamen. Lobenswerte Erwähnung verdient dabei Michael #16 Hirschmann, der im Abwehrzentrum sehr hohe Präsenz zeigte und somit viele Aktionen der Garmischer unterbinden konnte.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich dieses Bild jedoch mit zunehmendem Spielverlauf. Die Spieler des FC wirkten in Kopf wie Bein frischer und nahmen mehr und mehr das Heft in die Hand. Die Drachen ihrerseits versuchten sich des daraus entstehenden Ansturms bestmöglich zu erwehren, was bis Mitte der zweiten Hälfte auch halbwegs ordentlich gelang. Dann trafen die Gastgeber das erste Mal Aluminium (65.), was geradezu wie ein Startsignal auf diese zu wirken schien – und das Murnauer Mittelfeldspiel wie ein Kartenhaus zusammenbrechen ließ.

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SC Gaißach - TSV Murnau 2:1

Toppspiel seines Namens würdig

Eine harte Prüfung hatte der Saisonplan dem designierten Meister aus Gaißach vier Spieltage vor Schluss noch auferlegt: Tabellenerster gegen Dritter hieß es an diesem Wochenende. Letzte Chance für den TSV noch einmal vorne ranzuschnuppern, und für den Sportclub die mögliche Vorentscheidung im Meisterschaftsrennen – es war angerichtet. Diese Chance ließen die Isartaler nicht liegen und gewannen am Ende mit 2:1 (2:1).

Das Spiel an sich bewegte sich von Beginn weg auf höchstem Kreisliganiveau. Beide Teams boten feinstes Rasenschach, standen taktisch geordnet und waren um die Vermeidung von Fehlern höchst bemüht. Den ersten erlaubte sich die Heimmannschaft nach vier gespielten Minuten, als einer deren Verteidiger den immer quirligen und fast nicht zu bremsenden Chris #11 Mayer an der Strafraumgrenze regelwidrig stoppte. Die folgende Flanke landete bei Tommi #13 Mair, der den Ball mit der Brechstange am Torwart vorbei zur Führung über die Linie drückte (5.).

Es entwickelte sich daraufhin eine unterhaltsame Partie, bei der jedoch nicht viele Torraumszenen entstehen sollten. Die Staffelseeler kombinierten gefällig und brachten die gegnerische Defensive besonders über den linken Flügel mit ihren schnellen Außen Mayer und Andi #8 Knoll immer wieder in Bedrängnis. Aber auch die Gaißacher ließen dann und wann aufblitzen, weshalb sie zurecht den Platz an der Sonne belegen: ein gutes Positionsspiel, hervorragende Flügelwechsel und eine Gnadenlosigkeit vor dem Tor, die in dieser Liga wohl seines Gleichen sucht. Genau das durften die Murnauer beim Ausgleichstreffer erfahren, bei dem der Ball aus einem Getümmel heraus irgendwie vom Flügel den Weg in den Strafraum fand, dort an Freund und Feind abprallte und letztenendes eiskalt verwandelt wurde (13.). Danach passierte nicht mehr wirklich viel in den Strafräumen, man hatte sich wohl mit einem Unentschieden zur Pause angefreundet. Ein wirklicher Geniestreich ging dann aber dem Führungstreffer kurz vor der Pause voraus: einen im Mittelfeld abgefangenen Ball nutzen die Hausherren blitzschnell, spielten den Ball in die Gasse auf den gestarteten Stürmer, welcher Murnau-Kepper Sid #1 Schürgers keine Chance mehr ließ (44.).

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ASV Antdorf - TSV Murnau 3:1

Der Geist war unwillig, das Fleisch war schwach

Es hatte sich bereits die ganze Woche über angedeutet: eine rapide gesunkene Trainingsbeteiligung seit der unglücklichen Niederlage im Topspiel gegen Lenggries ließ für die Auswärtspartie beim ASV Antdorf nichts gutes verhoffen. So kam es, wie es kommen musste: bei der 3:1 (2:0)-Niederlage war es lediglich der mieserablen Chancenauswertung der Gastgeber zu verdanken, dass es keine Klatsche für den TSV setzte.

Trotz der wesentlich verschlechterten Ausgangslage im Vergleich zur Vorwoche, hatte man sich auf Murnauer Seite vorgenommen, die Partie in Antdorf keinesfalls abzuschenken, eine positive Reaktion zu zeigen. Entsprechend fielen die Anfangsbemühungen der Drachen aus – der Ball lief durch die eigenen Reihen, es wurde versucht Druck aufs gegnerische Tor aufzubauen. Denkbar ungelegen kam demzufolge der Führungstreffer der Gastgeber: nach Eckball der Staffelsee-Elf brachten die Spieler des ASV den Ball schnell nach vorne, wo ihnen das Toreschießen mit freundlicher Unterstützung der Murnauer Viererkette ermöglicht wurde (8.). Es folgten einige gute Gelegenheiten zum Ausgleich; die beste davon vergab sicherlich Patrick #12 Witzke, welcher sich nach feinem Pass von Manu #7 Pratz in die Gasse plötzlich alleine vorm gegnerischen Keeper wiederfand und wie schon so oft kläglich vergab (22.). Glück im Unglück hatten die Antdorfer dann, als ein Verteidiger den Ball in Richtung eigenes Tor abfälschte, dieser aber vom Innenpfosten zurück ins Feld sprang (26.).

Was nicht zu verschweigen bliebe ist die Tatsache, dass das Murnauer Spiel mit zunehmender Dauer immer schlechter wurde. Haarsträubende Fehlpässe in Spielaufbau und Mittelfeld, heilloses Durcheinander in der Abwehr und eine in der Luft hängende Sturmspitze – all diese Umstände ermöglichten es den Gastgebern immer wieder ohne großartiges eigenes Zutun brandgefährlich vor Sid #1 Schürgers aufzutauchen. Zu allem Überfluss leistete sich auch der Drachenschlussmann erneut einen folgenschweren Patzer (36.), sodass man mit der Hypothek einen 2:0-Rückstand aufholen zu müssen die Kabine zum zweiten Durchgang wieder verließ.

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TSV Murnau - Lenggrieser SC 1:4

Für ganz oben reicht’s doch nicht

Vor dem Spiel herrschte bezüglich einer Tatsache breiter Konsens: für den Verlierer der Paarung TSV Murnau – SC Lenggries würde das Rennen um den Aufstiegsplatz vorzeitig beendet sein. Und genau mit eben jener Erkenntnis werden sich die Aktiven des TSV nach der 1:4 (1:0)-Niederlage nun in den kommenden Wochen auseinandersetzen müssen.

Das Spiel selbst begann, wie von den Meisten erwartet: ein respektvolles Abtasten zweier gleichwertiger Teams, bei dem beide ihr Hauptaugenmerk auf das Vermeiden von Fehlern legten. Den ersten – und dann gleich einen haarsträubenden – beging nach 14 gespielten Minuten die Murnauer Defensive in Person von Jul #6 Büth, der einen Ball unbedrängt passieren ließ, in der Hoffnung sein Keeper möchte diesen doch aufnehmen. Der hinter ihm lauernde Lenggrieser Stürmer ließ sich nicht zwei Mal bitten und hatte lediglich Pech beim Abschluss – der Ball sprang vom Innenpfosten zurück ins Feld. Insgesamt verlief die Partie in der Phase bis zur Halbzeitpause ausgeglichen. Beide Mannschaften fighteten um jeden Zentimeter Rasen und setzten immer wieder kleine Nadelstiche in Richtung gegnerisches Tor. Die besseren Chancen verzeichneten dabei die Gäste aus dem Isartal, die sich jedoch zunächst am Murnauer Torwart Sid #1 Schürgers die Zähne gewaltig ausbissen: dieser vereitelte zwei Großchancen der Gäste glänzend, darunter einen Alleingang (25.), sowie einen verdeckten Schuss von der Strafraumgrenze (36.).

Chancen hin oder her – das Tor fiel auf der anderen Seite: einen von vielen langen und hohen Bällen versuchte die Abwehr des Sportclubs zu klären, wurde dabei aber entscheidend von Tommi #13 Mair gestört. Der Ball prallte zum lauernden Michi #15 Burger ab, der den Ball mitnahm und durch die Füße des Keepers in die Maschen drosch (32.). Und der Murnauer Sturmtank sollte sich noch kurz vor der Pause eine weitere Chance erspielen: einen Ball über den rechten Flügel von Toni #9 Legner legte sich der Murnauer Offensivmann an der weit aufgerückten gegenerischen Defensive vorbei und hätte folglich nur mehr den Torwart vor sich gehabt. Ein Lenggrieser Abwehrrecke wusste diese Situation jedoch durch beherztes Eingreifen zu vereiteln, wofür er vom sehr souverän wirkenden Schiedrichter fast schon überhart mit einer gelben Karte bestraft wurde (45.).

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TSV Otterfing - TSV Murnau 2:2

Ein Weitschusshammer und ein Sonntagsschuss von Toni #9 Legner retteten dem TSV Murnau, der außer gegen einen destruktiv spielenden Gegner auch noch mit einer unterirdischen Schiedsrichterleistung zu kämpfen hatte, wenigstens noch einen Punkt zum 2:2 (1:1) Unentschieden in Otterfing.  

Tore: 0:1 Legner (15.), 1:1 (19.), 2:1 (53.), 2:2 Legner (82.)

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TSV Murnau - FC Rottach Egern 3:1

Pflichtaufgabe gegen Tabellenschlusslicht erfüllt

„Ein gutes Pferd springt nur so hoch wie es muss,“ ließ an diesem Wochenende die Stadionzeitung des TSV verlauten. Passend dazu hatte die Mannschaft vom Staffelsee den FC Rottach-Egern zu Gast, seines Zeichens abgeschlagenes Schlusslicht der Tabelle - und wie sich herausstellen sollte, eine Hürde der Höhe „unterirdisch,“ welche das metaphorische TSV-Pferd beim 3:1 (1:0) Heimerfolg dann auch in millimetergenauer Maßarbeit übersprang.

Noch vor dem Spiel wünschte sich „Präsi“ Phillip Zoepf einen geruhsamen Nachmittag von seinem Team, der gerne auch in einem „Kantersieg“ ausklingen dürfe. Dass dies nicht der Fall sein würde, wurde mit Beginn der Partie ziemlich schnell klar: die Gäste hatten sich geschlossen um ihren Strafraum verteilt und waren in den ersten zwanzig Minuten der Partie nicht gewillt einen Fuß jenseits der Mittellinie auf „gegnerisches Terrain“ zu setzen. Die Drachen wirkten bemüht die benötigte Führung zu erzielen, zeigten sich aber immer wieder zu überhastet im Abschluss, oder zu fahrig im Spiel an den gegnerischen Sechzehner. In dieser Phase scheiterten Beni #10 Hausmann und Kollegen mit einigen Schüssen, die meist recht weit am Tor vorbeiflogen; bis in den umstellten Strafraum spielte man sich nur selten vor.

Erst als die Rottacher sich nach circa 25 gespielten Minuten etwas aus dem Murnauer Dauerwürgegriff befreien konnten, gab es folglich auch auf deren Seite des Spielfeldes zumindest ein bisschen mehr Raum. Wahre Hochkaräter sollten aber weiterhin Mangelware bleiben, sodass es schon einer Standardsituation bedurfte, um den so herbeigesehnten Führungstreffer endlich zu erzielen: einen Freistoß direkt von der Strafraumgrenze zirkelte der auch ansonsten stark spielende Murnauer Rechtsverteidiger, Chris #11 Mayer, mit viel Gefühl in die Maschen (31.). Bis zur Halbzeit scheiterten daraufhin noch Thomas #4 Hörmann mit einem Flachschuss knapp neben den Pfosten (37.), sowie Werner #14 Fischer bei einem Alleingang (41.) am gegnerischen Keeper.

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BCF Wolfratshausen II - TSV Murnau 0:1

Stehst du oben...

...dann gewinnst du eben auch diese Spiele. So geschehen in der Partie beim Tabellenvorletzten BCF Wolfratshausen II, welche zwar über weite Strecken relativ ausgeglichen verlief, am Ende aber nur einen Sieger fand – nämlich den TSV Murnau, der mit diesem „dreckigen“ 0:1 (0:1) Auswärtserfolg Anschluss an die Tabellenspitze behält.

Sichtlich schwer fanden die Drachen angesichts des ungewohnten Untergrunds – ein Kunstrasen älterer Herstellung – ins Spiel. Viele Bälle versprangen oder wurden falsch berechnet, was den mitgereisten Zuschauern doch einiges an Geduld und Nerven abverlangte. Dazu präsentierte sich die Mannschaft des BCF im Vergleich zur 9:1-Hinrundenklatsche rundum erneuert und hochmotiviert den favorisierten Gästen die Punkte nicht kampflos zu überlassen. Torgelegenheiten entstanden folglich nur schleppend und teilweise dem Zufall geschuldet. Die beste dieser hatte auf Murnauer Seite noch Patrick #12 Witzke, welcher nach scharfer Flanke von Michi #15 Burger den Ball nicht aufs Tor bringen konnte, da ein Gegenspieler den Weg versperrte (38.). Bereits zuvor hatte Manu #7 Pratz mit einem aufs Eck gezirkelten Freistoß den an diesem Tage überragend aufgelegten gegnerischen Keeper getestet (25.). Wiederum Pratz konnte dann kurze Zeit darauf dem Spiel die entscheidende Wendung geben: nach feiner Hereingabe von Chris #11 Mayer nahm er den Ball an, legte diesem am Gegenspieler vorbei und war demzufolge nur mehr durch ein Foul zu stoppen. Den fälligen Strafstoß verwandelte der Gefoulte auf beeindruckende Weise selbst zur bis dahin nicht unverdienten Führung (31.). Auf der anderen Seite zeigte sich Sid #1 Schürgers ebenfalls von seiner besten Seite, so dass alles was in diesem Spielabschnitt von Wolfratshausener Seite in Richtung Murnauer Tor geflogen kam konsequent gefischt beziehungsweise gefangen wurde.

Nach der Pause sollte sich das Blatt ein wenig wenden und die Gastgeber fanden besser als der TSV wieder ins Spiel. Die Partie gestaltete sich nun offen; es brannte in beiden Strafräumen immer mal wieder lichterloh. Die Drachen hatten dabei bei einem Pfostentreffer des BCF Fortuna auf ihrer Seite (55.), oder konnten wie durch Thomas #2 Drews eben noch in letzter Sekunde retten (78.). Im Tor der Farcheter hielt der Keeper weiterhin wie ein Weltmeister u.a. Schüsse von Witzke und Pratz und entschärfte zuguterletzt noch einen Alleingang Beni #10 Hausmanns (84.). Es herrschte also Spannung pur bis zum Ende der Partie, ob es den wacker kämpfenden Gastgebern wohl doch noch gelingen würde den Ausgleichstreffer zu erzielen. Der Ausgang ist bekannt; sie schafften es nicht und der TSV durfte sich somit über eine weiterhin tadellose Ausbeute in 2012 freuen.

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TSV Murnau - SV Eberfing 4:3

Wichtiger Sieg zum Auftakt in 2012

Man hatte sich auf Murnauer Seite sicherlich ein wenig mehr von der Partie gegen den Abstiegskandidaten SV Eberfing erhofft. Doch leider war beim 4:3 (3:2) zum Start ins neue Jahr viel Kampf, gepaart mit spielerischer Schmalkost und dem ein oder anderen kuriosen Tor geboten, sodass man nach Abschluss der zum Ende hin hektischen Partie gar froh sein musste, die komplette Punktausbeute am Staffelsee behalten zu haben.

Herrliches Wetter bei angenehmen Temperaturen, Kunstrasen, dazu ein laues Lüftchen – die Partie stand unter einem guten Vorzeichen. Lediglich die beiden Teams auf dem Rasen an der Poschinger Allee taten nicht so recht dazu, den Nachmittag zu einem Fußballspektakel werden zu lassen. Die Eberfinger Spielweise sei dabei nicht unbedingt als unfair zu bezeichnen, jedoch zeigten die Gäste immer wieder kleine Nicklichkeiten, die den Hausherren in Kombination mit der bekannten Kampfstärke des SVE durchaus Probleme im gergelten Spielaufbau bereiteten. Da Schiedsrichter Alois Holzheu mit einer erwähnenswert unterdurchschnittlichen Leistung sein übriges dazutat, vergingen die ersten zwanzig Minuten ohne nennenswerte Torraumszenen. Es bedurfte dann schon einer energetischen Einzelaktion Christian #11 Mayers über dessen linken Flügel, um endlich einmal für Aufregung im Gästestrafraum zu sorgen. Die daraus entstandene Konfusion nutzte Michi #15 Burger und besorgte mit einem cleveren Aufsetzer ins linke Kreuzeck die Führung (21.).

Mit diesem Vorsprung im Rücken spielte es sich gleich viel leichter und so übernahmen die Drachen fortan über weite Strecken das Kommando im Mittelfeld, was wiederum eine Erhöhung des Drucks auf den gegnerischen Kasten zur Folge hatte. Da passte der Ausgleich irgendwie so gar nicht ins Bild: einen Starfstoß der Kategorie höchst unnötig bis stark zweifelhaft erschlich sich ein Eberfinger Stürmer im TSV Strafraum, was die Gäste wie aus heiterem Himmel wieder auf Augenhöhe brachte – 1:1 (26.). Die erneute Führung sollte dann jedoch nicht lange auf sich warten lassen und ist wohl ohne Übertreibung schon jetzt heißer Anwärter auf das TSV-Traumtor des Jahres: einen von der SVE-Abwehr zu kurz geklärten Ball drosch Besim #5 Musliu aus 35 Metern einfach mal in Richtung gegnerisches Gehäuse: erstes Saisontor, abgerutscht und ungewollt – doch leider geil (29.). Die Grün-weißen spürten nun dass sie am Drücker waren und wollten nachlegen: das gelang in einer schönen Kombination zwischen Manu #7 Pratz und Patrick #12 Witzke über rechts, bei der es dem Eberfinger Defensivverband eindeutig ein wenig zu schnell ging. Um dann auch noch die letzten Restzweifel auszuräumen, verlängerte Pratz die Hereingabe Witzkes gekonnt auf den mitgelaufenen Michi Burger, der daraufhin nur mehr ins leere Tor zum bis dahin verdienten 3:1 einzuschieben brauchte (36.). Als man sich bereits darauf eingestellt hatte mit dieser komfortablen Führung in die Pause zu gehen, unterlief Jungkeeper Sid #1 Schürgers ein kleines Malheur, als er versuchte einen Ball zu klären und dabei einen Gegenspieler anschoss. Den Abpraller nahm eine weitere Offensivkraft der Gäste dankend auf und verwandelte mit dem Pausenpfiff zum Anschlusstreffer (45.).

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TSV Murnau - TuS Geretsried II 4:0

Murnauer Heimserie gerissen

Eine Heimserie der unerfreulichen Art ist dieses Wochenende beim TSV Murnau zuende gegangen. Bis Dato hatten es die Drachen nämlich nicht geschafft, ihren Kasten in einem Heimspiel sauber zu halten. Dieses Kapitel wurde mit einer ausgezeichneten Leistung aller Mannschaftsteile im Spiel gegen den TuS Geretsried II und einem 4:0 (2:0)-Sieg ad acta gelegt.

Alles in allem war das Spiel gegen die BOL-Reserve aus Geretsried eine der besten Saisonleistungen der Drachenkicker. Von Beginn der Partie weg dominierten die Grün-weißen das Feld und konnten nach einigen Vorstellungen der fußballerischen Magerkost auch endlich mal wieder mit gelungenem Kombinationsspiel und einer Fülle an guten Strafraumszenen glänzen. Den Anfang machte gleich nach wenigen Minuten Patrick #12 Witzke, der auf seinem linken Flügel die Hintermannschaft der Gäste immer wieder ordentlich durcheinanderwribelte und dem lauernden Michi #15 Burger seine Hereingabe quasi auf dem Silbertablett kredenzte. In dieser Situation konnte der Murnauer Stürmer den Ball jedoch noch nicht im Gehäuse der Gäste unterbringen (7.).

 

In der Folgezeit sollte Angriff um Angriff auf den Gästekeeper rollen. Doch auch klarste Einschussmöglichkeiten ließen die Staffelseeler in der Person von Burger, Manu #7 Pratz oder Werner #14 Fischer wieder eimal ungenutzt. Erstere fanden aber schließlich doch noch die Lücke: nach einem Pratz-Freistoß wurde Michi Burger von der Geretsrieder Hintermannschaft sträflich alleine stehen gelassen, so dass dieser keine größeren Schwierigkeiten hatte den Ball ins Tor zu köpfen (26.). Und es sollte noch besser kommen, denn mit dem 2:0 nur wenige Augenblicke später, stellte der TSV die Weichen ganz klar auf Sieg. Wieder war es eine Flanke von Patrick Witzke, welche Fischer nur knapp verpasste, von Burger aber unter Kontrolle gebracht werden konnte. Einen präzisen Gewaltschuss mit links in die rechte Ecke später, war fast schon die Vorentscheidung besorgt (30.) – denn von den hochgelobten Gästen ging zu keinem Zeitpunkt Gefahr für das Tor der Gastgeber aus.

 

Das lag an diesem Tag aber nicht an deren Schwäche, sondern unter anderem an Beni #10 Hausmann und Thomas #4 Hörmann, die ihr zentrales Mittelfeld bestens unter Kontrolle hatten und die Gäste ständig unter Druck setzten. Halbzeit zwei wurde somit mehr zum Paradelauf der Murnauer, denn zur Aufholjagd der Gäste, bei der das nächste Tor auch nicht allzu lange auf sich warten lassen wollte: „Ein-Schuss-ein-Tor“ Werner Fischer beendete mit seinem knallharten Geschoss nämlich jegliche Bemühungen des TuS, dem Spiel noch einmal eine andere Wendung zu geben (56.). Den Endstand besorgte Patrick #3 Getzreiter, der nach langem Drews-Einwurf und Getümmel im Strafraum den Ball in die Maschen wuchten konnte (79.).

 

Die Mannschaft des TSV Murnau möchte sich hiermit bei allen Fans und Förderern bedanken und hofft auf ähnlich gute Unterstützung auch im Jahr 2012!

Tore: 1:0 Burger (26.), 2:0 Burger (30.), 3:0 Fischer (56.), 4:0 Getzreiter (79.)

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1.FC GAP - TSV Murnau 0:4

Baumi kann's nur auswärts

Die positiven Aspekte der Auswärtspartie gegen den 1.FC Garmisch-Partenkirchen seien gleich vorne weg erwähnt: der TSV Murnau hat drei Punkte mehr auf dem Konto, alle Spieler haben sich über 90 Minuten mehr oder weniger bewegt und TSV-Keeper Mäx #22 Baumgartl konnte zum vierten Mal in dieser Saison seinen Kasten sauber halten. Das gelang ihm beim 0:4 (0:1) am Gröben bereits zum vierten Mal in einem Auswärtsspiel.

Was beide Teams während der ersten Hälfte boten, brachte Drachen-Coach Karl Schmid in seiner Halbzeitansprache mit „sauschlecht“ auf einen relativ simplen Nenner. Ein Fehlpassfestival, bei dem auf beiden Seiten weder Spielfluss, noch -freude aufkommen wollte war symptomatisch für den Verlauf dieser 45 Minuten. Da schien auch Michi #15 Burger nicht aus der Reihe tanzen zu wollen und leistete sich gar den Luxus einen Elfmeter in die Arme des gegnerischen Keepers zu schwuchteln (38.). Wirklich brenzlige Torchancen waren bis dahin Mangelware geblieben; lediglich Thomas #4 Hörmann schaltete bei einem Schuss von Manu #7 Pratz am schnellsten und hielt die Birne zum 0:1 hin (23.). Außer einem Lattentreffer der Gäste gleich zu Beginn der Partie (4.), sollte es das mit erwähnenswerten Ereignissen für diesen Spielabschnitt gewesen sein.

Nach dem Seitenwechsel begannen die Garmischer erwartet druckvoll und fanden dabei in der auf verschiedenen Positionen umgekrempelten Murnauer Mannschaft immer wieder die ein oder andere Lücke. In den ersten fünf Minuten nach der Pause konnte besonders Baumgartl ein paar Mal beweisen, dass er ein sicherer Rückhalt seiner Mannen ist – wirklich Zwingendes hatte er jedoch nicht mal in dieser Phase zu bewältigen. Diese Drangperiode wurde von den Grün-weißen mittels einer taktischen Umstellung schnell wieder unterbunden, so dass diese alsbald wieder das Heft in der Hand hielten. „Richtig gewechselt“, hieß es nach 62 gespielten Minuten wieder einmal, als Edeljoker Werner #14 Fischer einen geradezu genialen Pass in die Schnittstelle der FC-Hintermannschaft von Beni #10 Hausmann erlief und eiskalt vollstreckte.

Damit war der Widerstand der Heimmannschaft aufgrund anhaltender Chancenlosigkeit gebrochen und die Partie konnte so gemächlich ihrem Ende entgegenplätschern. In die Torschützenliste durfte sich dann noch Julian #6 Büth eintragen, der einen Ball nach einem Eckballgetummel im Garmischer 5-Meter-Raum über die Linie spitzelte (71.). Den Endstand besorgten die Gastgeber gar noch selbst, indem ein Abwehrspieler des FC einen Freistoß an der Strafraumgrenze auf geradezu kuriose Weise in die kurze Ecke abfälschte (80.). Fazit: der zahlreich mitgereiste Drachenanhang durfte sich dieses Mal leider nicht über eine gelungene Leistung ihres Teams, wohl aber über drei wichtige Punkte und immerhin vier Tore freuen.

 

SV Ohlstadt - TSV Murnau 2:5

Wer regiert am Boschet?

Diese Frage hätten die Spieler des SV Ohlstadt nach 60 Minuten mit dem Brustton der Überzeugung mit „Wir!“ beantwortet. Dann jedoch, hätte die Partie des TSV Murnau beim Lokalrivalen noch fast den selben Verlauf wie die Partie gegen Aying vor Wochenfrist genommen: nach 0:1 Rückstand zur Pause zogen die Drachen in Halbzeit zwei auf 4:1 davon. Da aber auf beiden Seiten noch ein Treffer fiel, endete die Partie zuguterletzt mit 2:5 aus Sicht der Heimmannschaft.

Über Halbzeit eins sei dabei ein großer Mantel des Schweigens gehüllt. Nachdem die Ohlstädter nach haarsträubendem Abwehrfehler den frühen Führungstreffer quasi auf dem Silbertablett serviert bekamen (3.), lief bei den Gästen rein gar nichts mehr zusammen – nicht eine Torchance konnten sie sich im ersten Spielabschnitt erarbeiten. Man musste sich gar bei Keeper Mäx #22 Baumgartl bedanken, der sein Team mit einigen Paraden im Spiel hielt.

Und zunächst schien es, als sollte es auch nach dem Seitenwechsel so weitergehen: die Ohlstädter waren immer hart am Mann, Murnau wirkte dagegen ideenlos und wenig bissig. Wie entscheidend Tore für den Verlauf einer Partie sind, bewies der Ausgleichstreffer für den TSV: einen von Christian #11 Mayer getretenen Freistoß konnte Goalgetter Werner #14 Fischer am Keeper vorbeispitzeln (57.). Von diesem Zeitpunkt an wirkten beide Mannschaften wie ausgetauscht. Die Drachen besannen sich nun – endlich – auf ihre spielerischen wie kämpferischen Qualitäten und schnürten die Boschetbuben in deren Spielfeldhälfte ein.

Nur kurze Zeit nach dem Ausgleichstreffer fand Patrick #3 Getzreiter seinen Weg durch die gengerischen Reihen und wurde dabei im Strafraum zu Fall gebracht. Fehlentscheidung (wie von Ohlstädter Seite reklamiert) oder nicht, Beni #10 Hausmann vertrat den gerade zur Einwechslung bereit stehenden Michi #15 Burger souverän (61.). Und als wäre der Treffer zum 1:2 Rückstand nicht genug gewesen, leistete man sich auf Ohlstädter Seite gar noch den Luxus eines Platzverweises (63.). Damit war dem Murnauer Offensivspiel wiederum Tür und Tor geöffnet, was Michi Burger auch umgehend mit seinem verdeckten Flachschuss aus 25 Metern zum 1:3 nutzte (66.). Zusammen mit Burger war Patrick #12 Witzke in die Partie gekommen. Dieser wirbelte nun über die linke Seite in Richtung SV-Tor – und konnte, nach schöner Hausmann-Vorlage in die Gasse, zum alles entscheidenden 1:4 einnetzen (75.).

Wirklich Hoffnung wollte bei den Gastgebern auch nach deren Anschlusstreffer zum 2:4 nicht mehr aufkommen: Hausmann war dabei im eigenen Strafraum in Aktion und holte einen gegnerischen Stürmer etwas unnötig von den Beinen – Elfmeter Nummer zwei (82.). Der Grund für die Ohlstädter Hoffnungslosigkeit wurde nämlich im unmittelbaren Gegenzug von den Drachen selbst gegeben: Thomas #4 Hörmann gab einen Ball auch unter höchster Bedrängnis nicht auf, spitzelte diesen zu Michi Burger weiter, welcher wiederum Beni Hausmann in die Lücke starten sah – ein Paradelauf zum Endstand, 2:5 (84.). Wer regiert nun also am Boschet...? 

 

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TSV Murnau - SpFrd Aying 4:1

Moses macht das Ding

Die Rollen waren vor wie während des Spiels klar verteilt: diese Woche hatte der ambitionierte TSV mit den Spfrd Aying eine Mannschaft zu Gast, welche gegen den Abstieg kämpft. Das äußerte sich über 90 Minuten anhand der Spielanteile, jeoch nur 45 Minuten anhand der Torausbeute. So waren die Drachen am Ende mit 4:1 (0:1) klarer Sieger und konnten drei Punkte verdient zuhause behalten.

Zu behaupten, der Ball kannte über die gesamte Spielzeit nur eine Richtung, nämlich die auf das Gästetor, wäre keineswegs vermessen. Mit breiter Brust und viel Engagement kamen die Staffelseer aus der Kabine und schnürten den Gegner von Minute eins weg in der eigenen Hälfte ein. Große und größte Chancen ließen folglich nicht lange auf sich warten: die besten derer vergaben Michi #15 Burger, der eine tolle Hereingabe Werner #14 Fischers erst nicht am Torwart vorbei und dann auch den Nachschuss nicht im Tor unterbringen konnte (16.), Manu #7 Pratz mit strammem Schuss aus 16 Metern, sowie Beni #10 Hausmann, welcher gleich zweimal das Kunststück vollbrachte aus nächster Nähe und relativ unbedrängt den Ball nicht über die Linie befördern zu können (24. & 33.). Spätestens nach Hausmanns zweiter Chance begannen die Selbstzweifel und das Murnauer Spiel wurde fahriger.

Erschwerend kam hinzu, dass man sich zudem noch den Luxus leistete, bei einem der spärlich gesäten Gegenstöße der Sprtfreunde zwei Stürmer mutterseelenallein in Mäx #22 Baumgartls Fünfmeterraum stehen zu lassen. Einer der beiden hatte folglich nach der relativ unbedrängten Hereingabe keine größeren Probleme den Ball einzunicken (25.) – man fühlte sich ein wenig wie im falschen Film.

Halbzeit zwei begann dann wieder stürmischer. Der TSV behielt das Heft in der Hand und rannte auf das Tor der Gäste an. Diese schädigten sich in Minute 52 selbst auf entscheidende Weise: nachdem die Abwehr einen Ball falsch eingeschätzt hatte, nutzte der sehr agile und fleißige Fischer den Fauxpas und machte sich auf in Richtung Tor. Dabei wurde er vom letzten Mann und zudem von hinten sehr unsanft von den Beinen geholt – logische Konsequenz: rote Karte. Wieder Fischer stand nur kurze Zeit später dann beim Ausgleich im Mittelpunkt, als er einen Ball vom rechten Flügel mit toller Übersicht auf Hausmann zurücklegte, welcher wiederum knallhart in den kurzen Winkel zielte (55.). Und wieder ein paar Minuten darauf, spitzelte unser Moses mit der Nummer 10 einen Katapulteinwurf von Thomas #2 Drews am Keeper vorbei zur Führung (60.).

Aying reagierte nun wütend, nahm zum ersten Mal auch aktiv und mit Spiel nach vorne an der Partie teil, konnte sich aber gegen die nun gut organisierte Murnauer Hintermannschaft nicht mehr entscheidend durchsetzen. Dieses Strohfeuer löschten die Drachen in Persona Thomas Drews mittels des Treffers zum entscheidenden 3:1, bei dem er einen Ball fein in den Lauf gespielt bekam und überlegt einnetzte (66.). Noch einer oben drauf gesetzt wurde mit einem Treffer „Marke Fischer“, bei dem der Murnauer Stürmer aus spitzem Winkel und mit linkem Fuß den Ball per Direktabnahme unter die Latte zimmerte (75.). 

 

SV Waakirchen - TSV Murnau 0:4

Geht doch!

„Wenn wir zu Null spielen, haben wir eine gute Chance das Spiel auch zu gewinnen, denn vorne machen wir im Normalfall immer eins.“ Mit dieser Ansage hatte Coach Karl Schmid seine Mannen ins Rennen gegen den Tabellennachbarn SV Waakirchen geschickt – er sollte recht behalten. Dabei kann auch die Art und Weise des Zustandekommens beim 0:4 (0:3)-Erfolg im Landkreis Miesbach als beeindruckend gewertet werden.

Für den ersten Höhepunkt sorgten allerdings die Gastgeber: nach einem lang getretenen Freistoß wusste ein Waakirchener Stürmer einen Zusammenprall geschickt in Szene zu setzen, was den über die gesamte Spielzeit sehr souveränen Schiedsrichter Dennis Hennemann dazu veranlasste auf Elfmeter zu entscheiden (5.). Mit ein wenig zu viel Schwung setzte der Schütze den Ball daraufhin jedoch über den Kasten vom fehlerfreien Mäx #22 Baumgartl, so dass man sich an diesem Tage nicht genötigt sah, einem unnötigen Rückstand hinterherzulaufen. Brandgefährlich wurde es auf der anderen Seite immer dann, wenn die Drachen schnell von Abwehr auf Angriff umschalteten: einen im Mittelfeld erkämpften Ball transportierten die Grünen ohne Umschweife zu Tommy #13 Mair, der daraufhin mit einem Traumpässchen in den freien Raum Manu #7 Pratz bediente. Dieser ließ sich nicht zweimal bitten und stellte mit strammem Linksschuss ins lange Eck auf 0:1 für den TSV (19.). Nicht viel später legten die Gäste vom Staffelsee sogar noch einen nach: nach einer Ecke erwurschtelte sich wieder Mair den Ball und drückte ihn zur großen Verwunderung der Waakirchener einfach über die Linie (25.).

Nach diesem Doppelschlag liefen die Murnauer ein wenig Gefahr sich von der gemächlichen Spielweise des Sportvereins einlullen zu lassen und so auch wieder ein Gegentor zu riskieren. Gut, dass die komplette Viererkette um Julian #6 Büth einen Sahnetag erwischt hatte, so dass brenzlige Situationen mit erstaunlicher Selbstverständlichkeit im Keim erstickt wurden. Das nächste Mal richtig schnell ging es dann wieder nach einer Ecke der Gastgeber: in Nullkommanix war der Ball wieder vorne bei Tommy Mair, welcher nur mittels eines Fouls am Torabschluss zu hindern war – Elfmeter. Es trat der nominelle Schütze Michi #15 Burger an und nagelte das Ding unter die Latte zum wichtigen Ausbau der Führung noch vor der Pause (41.).

Direkt nach dem Seitenwechsel hättte wiederum Burger wirklich alles klar machen können, traf aber nach perfektem Zuspiel in die Gasse von Pratz nur den gegnerischen Keeper (50.). Da machte es Tommy Mair schon besser, als er aus ungünstigem Winkel den Ball einfach in Richtung Kasten feuerte. Diesen Ball konnte der SV-Keeper zwar noch halten, klatschte ihn jedoch genau vor die Füße von – na wem wohl – Beni #10 Hausmann, der den Ball zur endgültigen Entscheidung über die Linie schob (59.). Die Waakirchener präsentierten sich auch in der Folgezeit überraschend harmlos und brachten bis auf eine rote Karte wegen Meckerns (77.), sowie einen Kopfball nach einer Ecke, den Chris #11 Mayer auf der Linier klären musste (64.) nichts aufregendes mehr zustande.